Bindehautentzündung bei Kindern: So werden Sie die Entzündung los

was sie gegen bindehautentzündung tun können
  • Eine Bindehautentzündung kann ansteckend sein
  • Ein Kindergartenbesuch ist ausgeschlossen
  • Juckende und rote Augen sind unter anderem die Symptome
  • Kinder leiden schneller an einer Bindehautentzündung als Erwachsene

Klagt Ihr Kind über Schmerzen am Auge und hat es gerötete Augenlider, ist ein Arztbesuch nötig. In diesem Fall leidet Ihr Kind womöglich unter einer Entzündung der Bindehaut. Die Bindehaut ist durch äußere Einflüsse gereizt und beginnt zu jucken. Auch bakterielle Erreger können ein Grund für den Juckreiz sein.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie sich eine Bindehautentzündung äußern kann, was Sie gegen die Entzündung machen können und wie Sie einer Erkrankung bestmöglich vorbeugen können.

Bindehautentzündung tritt häufig in den ersten Lebensjahren auf

Sehr häufig treten Bindehautentzündungen bei 1- jährigen bis 3-jährigen Kindern auf. Die Bindehaut ist bei Kleinkindern noch nicht so stark ausgeprägt wie bei Erwachsenen. Deswegen sind Kinder anfälliger für bakterielle Infekte und äußere Reize.

Die Bindehaut ist die feine Schleimhaut, welche die Innenseite der Augen und den vorderen Teil des Augapfels bedeckt. Zu einer Bindehautentzündung kommt es erst, wenn die Schleimhaut durch äußere Reize oder bakterielle Erreger überreizt wird.

Gerötete Augen können ein Symptom sein

Die Bindehautentzündung zeigt sich häufig in den ersten Stadien als Bindehautreizung. Kinderaugen reagieren wesentlich schneller und intensiver auf Reizungen, als es das Auge eines Erwachsenen tut. Der Grund dafür ist der fehlende Eigenschutz, der mit steigendem Alter erst entwickelt wird. Deshalb reagiert die Bindehaut der Kinder auf Einflüsse wie Kälte, grelles Licht und Zugluft sehr stark. Auch Krankheitserreger (Viren und Bakterien) können eine Bindehautreizung hervorrufen.

Hat Ihr Kind eine Entzündung der Bindehaut, lassen sich die Symptome recht einfach feststellen:

  • Gerötete Augen
  • Juckende und verklebte Augen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Verstärkter Tränenfluss
  • Eitrig wirkende Augen
  • Schwellung von Bindehaut und Liedern
  • Vermehrte Sekretbildung

Die Symptome können sich je nach Kind allerdings unterschieden. Es können auch Symptome wie Durchfall oder Fieber auftreten. Auch erkältungsähnliche Symptome kommen bei einigen Kindern vor. Eltern sollten darauf achten, ob Ihr Kind ein geschwollenes und tränendes Auge aufweist. Klagt Ihr Kind über ein Druckgefühl und ist das Auge lichtempfindlich, sollten Sie den Kinderarzt aufsuchen.

Die Bindehautentzündung birgt ein Ansteckungsrisiko für die Familie

Was viele Eltern nicht wissen: Bei einer Bindehautentzündung kann durchaus ein Ansteckungsrisiko bestehen. Auch Erwachsene können sich anstecken. Die Ansteckungsgefahr besteht allerdings nur, wenn die entzündete Bindehaut durch Bakterien oder Viren ausgelöst wurde.

Die Viren und Bakterien gelangen durch die Hände in das Auge. Kinder fassen sich häufig mit schmutzigen Händen in das Gesicht und reiben sich die Erreger dadurch in das eigene Auge. Bindehautentzündungen treten bei Kindern auch sehr häufig im Zusammenhang mit Erkältung und Fieber auf.

Hinweis: Bakterielle und virale Entzündungen bergen ein sehr hohes Ansteckungsrisiko für Familienmitglieder. Sie sollten in diesem Fall unbedingt einen Arzt aufsuchen und eine Behandlung oder Therapie der Entzündung beginnen.

Der Kitabesuch sollte vermieden werden

Mit einer Bindehautentzündung sollten Kinder auf keinen Fall den Kindergarten besuchen. Bei den ersten Symptomen sollten Sie mit Ihrem Kind den Arzt aufsuchen, denn bereits hier kann eine Ansteckungsgefahr vorliegen.

Um zu wissen, ob die Entzündung ansteckend ist und wie Sie diese am besten behandeln können, sollten Sie den Kinderarzt aufsuchen. Dieser wird Sie eventuell zu einem Spezialisten überweisen. Leidet das Kind häufiger an einer Augenentzündung, ist auch der Besuch bei einem Augenarzt zu empfehlen, um eine geeignete Behandlung sicherzustellen.

Nur der Arzt kann eine genaue Aussage zur Dauer der Bindehautentzündung geben

Wie lange Sie Ihr Kind zu Hause lassen sollten, hängt davon ab wie weit die Bindehautentzündung fortgeschritten ist. Wird diese frühzeitig erkannt, kann eine Behandlung schnelle Linderung liefern. Jedoch ist eine genaue Prognose nur durch einen Arzt zu stellen.

Auch die Ansteckungsgefahr muss von einem Arzt beurteilt werden. Hier kommt es besonders auf die Bekämpfung der Erreger an. Sind diese nicht vollständig ausgeheilt, kann es zu einer erneuten Ansteckung kommen.

wie lange ist die bindehautentzündung anstecken?

Viele Ärzte verschreiben Augentropfen gegen eine ständige Bindehautentzündung.

In den meisten Fällen verschreibt der Kinderarzt für die Behandlung der Entzündung Medikamente, wie z.B. spezielle Augentropfen.  Aber auch Salben werden häufig vom Arzt verschrieben. Es gibt jedoch auch Augentropfen und Salben, die Sie rezeptfrei in der Apotheke erwerben können. Eine Salbe soll vor allem dazu beitragen, die weitere Ausbreitung der Bindehautentzündung zu unterbinden.

Augentropfen, die den Wirkstoff Euphrasia enthalten, helfen besonders gut gegen die Entzündung. Hierbei handelt es sich um ein pflanzliches Mittel, welches schon frühzeitig gegen Augenleiden eingesetzt wurde. Behandeln sollten Sie eine Bindehautentzündung auf jeden Fall. Auch Hausmittel, wie z.B. Augetrost, können den Augenreiz lindern.

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