Bronchitis bei Kindern: Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Husten und Bronchitis bei 2 Jährigen Kindern
  • Bei einer Bronchitis entzünden sich die Schleimhäute in den Bronchien. Sie wird oftmals  durch eine Entzündung im Nasen- oder Rachenraum ausgelöst.
  • Für die Behandlung einer akuten Bronchitis werden hauptsächlich schleimlösende Medikamente, wie Hustenlöser eingesetzt. In stärkeren Fällen können Antibiotika sinnvoll sein.
  • Eine Bronchitis tritt bei Kindern in unterschiedlichen Varianten auf. Als akute, chronische oder obstruktive Bronchitis. Je nach Erscheinungsform unterscheiden sich auch die Symptome.

Winter ist Erkältungszeit. Gerade bei einem Kleinkind von einem Jahr ist es nicht unüblich, dass sich zum Schnupfen noch eine Bronchitis gesellt.

In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen, was die typischen Symptome einer Bronchitis sind, wie sie behandelt wird, ob sie ansteckend ist und in welchen Situationen man unbedingt zum Arzt gehen sollte.

1. Was ist eine Bronchitis?

Was tun bei einer Bronchitis?

Kinder Bronchitis und ihre Symptome.

Eine Bronchitis ist eine Entzündung der Schleimhäute in den Bronchien. Der Auslöser ist oft eine Entzündung im Nasen- oder Rachenraum. In den meisten Fällen wird eine Bronchitis durch eine Virusinfektion verursacht. Seltener sind die Auslöser Bakterien oder Pilze.

Übertragen wird die Erkrankung durch eine Tröpfcheninfektion und ist somit auch für Geschwisterkinder oder andere Familienmitglieder ansteckend. Aufgrund der Ansteckungsgefahr sollten Eltern ihre Kinder nicht in den Kindergarten bringen. In der Regel dauert solch ein Infekt zwei Wochen.

2. Erkrankung erkennen: Symptome und Varianten einer Bronchitis

Um eine Bronchitis beim Kind wirkungsvoll behandeln zu können, gilt es zunächst die Symptome richtig zu erkennen. Zu den allgemeinen Anzeichen zählen eine entzündete Schleimhaut, angestautes Sekret bzw. Schleimbildung und Husten.
Bei Kindern unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Arten der Bronchitis, der akuten, chronischen oder obstruktiven Bronchitis. Je nach Variante gibt es unterschiedliche Symptome.

Art der Bronchitis Symptome
Akute Bronchitis Bei einer akuten Bronchitis hat das Kind zunächst einen ständigen, trockenen Husten, bevor es zur Schleimbildung kommt. Oft gehen mit der akuten Bronchitis auch Symptome, wie Atemnot, Rasselgeräusche beim Atmen und eine erhöhte Temperatur oder Fieber einher.
Chronische Bronchitis Eine chronische Bronchitis verhält sich ähnlich, wie eine akute Bronchitis. Allerdings hält sie länger an und kehrt immer wieder.
Obstruktive Bronchitis Die obstruktive Bronchitis tritt häufig in den ersten drei Lebensjahren von Kindern auf. Die Auslöser sind oft Viren. Zu den häufigen Symptomen gehört Atemnot, die schwer, bis bedrohlich werden kann. Typisch für die obstruktive Bronchitis ist ein pfeifendes Geräusch beim Ausatmen, eine erschwerte Ausatmung, ähnlich wie bei Asthmapatienten und eine entzündliche Schleimbildung.

3. Behandlung von Kinder Bronchitis: Was hilft?

Was hilft: Dauer, Kur und Behandlung einer Bronchitis

Behandlung bei einer Bronchitis.

Hält sich der Husten bei Ihrem Kind hartnäckig über mehrere Tage, sollten Sie einen Kinderarzt aufsuchen und abklären lassen, ob es sich bei dem Husten des Kindes um eine Bronchitis handelt. Durch Abhören der Brust stellt der Arzt fest, um welche Erkrankung es sich bei Ihrem Kind handelt. Eventuell führt er noch weitere Untersuchungen durch, um festzustellen, welche Variante der Bronchitis vorliegt.

3.1. Wann sollten Sie unbedingt zum Arzt?

Verschlechtert sich der Allgemeinzustand des Kindes oder hält sich der Husten hartnäckig, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Ebenso bei einer Temperatur über 38,5 Grad oder wenn Ihr Kind keinen Appetit hat, nicht mehr trinken möchte und die Windel auffallend trocken bleibt.

Weitere Anzeichen, wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten, ist plötzlich einsetzender und nicht mehr aufhörender Husten oder wenn das Kind gelben oder grünen Schleim hustet. Eine beschleunigte oder pfeifende Atmung ist ebenfalls ein Grund, einen Arzt zu Rate zu ziehen.
Bei folgenden Anzeichen, ist ein Arztbesuch erforderlich:

  • Bei einer Temperatur über 38,5 Grad
  • Wenn Ihr Kind nicht mehr trinkt und die Windel trocken bleibt
  • Bei plötzlich einsetzendem und nicht aufhörendem Husten
  • Wenn Ihr Kind gelben oder grünen Schleim hustet
  • Lang anhaltender Husten über eine Woche
  • Schlechter Allgemeinzustand des Kindes
  • Beschleunigte, pfeifende Atmung

3.2. Behandlung der akuten, obstruktiven und chronischen Bronchitis

Was tun bei einem schlimmen Verlauf einer Bronchitis?

Wann sollte man bei einer Bronchitis zum Arzt?

Eine akute Bronchitis wird in den meisten Fällen mit schleimlösenden Medikamenten wie Hustenlöser behandelt. Haben sich allerdings auch Bakterien auf den Schleimhäuten ausgebreitet, muss der Arzt entscheiden, ob die Gabe von Antibiotika sinnvoll ist. Zur Unterstützung der Therapie, damit der Schleim sich verflüssigt und besser abgehustet werden kann, sollten Sie darauf achten, dass Ihr Kind ausreichend trinkt.

Bei einer obstruktiven Bronchitis muss das Kind eventuell Medikamente einnehmen, welche die Bronchien erweitern. Am besten können diese Medikamente wirken, wenn sie inhaliert werden. Bei der immer wiederkehrenden, chronischen Bronchitis muss der Arzt gemeinsam mit der Familie herausfinden, welcher Auslöser die Bronchitis verursacht. Diesen Auslöser gilt es herauszufinden und auszuschalten, damit die Erkrankung nicht immer wieder auftritt.

3.3. Behandlung mit Hausmitteln

Neben der medikamentösen Behandlung einer Kinder Bronchitis, gibt es auch Hausmittel, die den Heilungsvorgang unterstützen.

Getränke und Essen:
Für Kinder ab einem Jahr eignet sich Tee mit Honig, der regelmäßig über den Tag getrunken werden kann. Auch eine heiße Zitrone ist ein bewährtes Hausmittel gegen Bronchitis. Mehrmals täglich eignet sich auch ein Teelöffel Zwiebelsirup. Die Zwiebel regt die Immunabwehr an und hemmt Bakterien. Sirup aus schwarzem Rettich gilt als schleimlösend und bakterienhemmend. Hühnersuppe ist wohl das bekannteste Essen bei Erkältung und Husten. Die warme Suppe beruhigt die Schleimhäute und regt die Schleimlösung an.

Durch Inhalieren können die Symptome einer Bronchitis bei Kindern gelindert werden.

Linderung der Bronchitis Symptome durch Inhalieren.

Inhalieren:
Die wohltuenden Dämpfe beim Inhalieren machen die Atemwege frei und befeuchten die Schleimhäute. Heilkräuter, wie Salbei, Kamille, Thymian oder Spitzwegerich eignen sich besonders bei einer Bronchitis. Durch das Einatmen des Dampfes können die Kräuter direkt in den Schleimhäuten der Atemwege wirken.

Auf diese Weise bewirken sie eine schnellere Schleimlösung. Das Inhalieren können Kinder auch mehrmals am Tag durchführen. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass das Wasser nicht zu heiß ist. Bei auftretenden allergischen Reaktionen gegen bestimmte Kräuter, muss das Dampfbad abgebrochen werden.

Tipp: Will ihr Kind nicht inhalieren, zwingen Sie es nicht. Versuchen Sie es immer wieder, aber auf geduldige und einfühlsame Art.

3.4. Behandlung mit Homöopathie:

Möchten Sie den Husten Ihres Kindes mit homöopathischen Mitteln behandeln, müssen Sie zunächst genau beobachten, um welche Art des Hustens es sich bei Ihrem Kind handelt. Je nachdem, ob der Husten trocken, schleimig oder spastisch ist,  richtet sich danach auch die Gabe der Globuli.

Außerdem gilt es zu beobachten, wodurch der Husten besser oder schlimmer wird, sowie der Allgemeinzustand des Kindes muss berücksichtigt werden.
Hält der Husten allerdings länger als eine Woche an, sollten Sie einen Kinderarzt aufsuchen und mit ihm die weitere Behandlung besprechen.

Atmet ihr Kind schnell, hustet die ganze Nacht, muss sich erbrechen, hat eitrigen, gelb-grünlichen Auswurf, sollte die Gabe von Globuli ausgesetzt werden und das Kind von einem Arzt behandelt werden, um Komplikationen auszuschließen.

4. Mit einer Bronchitis an die frische Luft?

Eine Bronchitis ist bei 1- bis 2-jährigen Kindern besonders gefährlich.

An die frische Luft gehen hilft bei einer Bronchitis.

Die trockene Heizungsluft im Winter kann die Atemwege oft noch zusätzlich belasten. Deswegen sollten Eltern für eine ausreichende Befeuchtung im Kinderzimmer sorgen. Dafür können sie feuchte Handtücher über die Heizung legen. Ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft kann ebenfalls für Linderung sorgen.

Allerdings sollte man den allgemeinen Gesundheitszustand des Kindes berücksichtigen. Hat es Fieber, sollte man lieber auf einen Spaziergang verzichten und nicht rausgehen. Auch bei starken Minustemperaturen ist es besser zu Hause zu bleiben, weil das den Organismus des Kindes zusätzlich schwächen kann.

Bei einer moderaten Außentemperatur kann man schon nach draußen gehen und einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft machen. Das Kind sollte dafür warm eingepackt sein, damit es nicht auskühlt. Dies ist besonders bei Kleinkindern wichtig.

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