Darmverschluss – Symptome und Ursachen

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  • Die Ursachen für einen Darmverschluss sind vielfältig. Stuhlsteine, Tumore, Polypen, verschluckte Fremdkörper oder Viren können für die Erkrankung verantwortlich sein. Bei Neugeborenen kann es allerdings auch direkt nach der Geburt zu einem Darmverschluss kommen.
  • Ein Darmverschluss ist nicht vorherzusehen, sondern tritt plötzlich auf. Kinder klagen über starke, heftige und wellenartige Bauschmerzen. Dabei ziehen sie die Beine an. Typisch für einen Darmverschluss ist auch, dass sich eine Phase der Schmerzen abwechselt mit einer Ruhephase, in der die Kinder verstärkt den Körperkontakt suchen. Im Verlauf nehmen die Schmerzattacken meist zu.
  • Da Babys in den ersten Monaten und Jahren besonders stark wachsen, kommt es bei ihnen häufig zu einem mechanischen Darmverschluss. Dabei stülpt sich der Dünndarm ein und blockiert die Darmbewegung des Dickdarms. Auch eine Verdrehung des Darms bei Kleinkindern ist eine häufige Ursache für einen Darmverschluss.

Bauchschmerzen und Blähungen sind bei Babys und Kleinkindern nichts Ungewöhnliches. Kurz nach der Geburt muss sich der Darm umstellen und anpassen. Einige Symptome sollte man aber dennoch ernst nehmen und von einem Arzt abklären lassen. Denn in den ersten 3 bis 6 Jahren passiert es häufiger, dass Babys einen Darmverschluss haben. In unserem Ratgeber haben wir die Symptome eines Darmverschlusses bei Babys und Kleinkindern zusammengetragen. Als Eltern erfahren Sie, wie die Behandlung aussieht.

1. Definition: Was ist ein Darmverschluss?

Bei einem Darmverschluss stülpt sich der Darm ein und verhindert somit, dass der Darminhalt weiter transportiert werden kann. Ein Darmabschnitt schiebt sich in einen anderen hinein, dadurch wird der Weitertransport von Kot blockiert und die Blutzufuhr unterbrochen. Man unterscheidet zwischen einem mechanischen und einem funktionellen Ileus. Bei einem mechanischen Darmverschluss befinden sich im Darm Hindernisse, sodass der Inhalt des Darms nicht weitertransportiert werden kann. Beim funktionellen Ileus ist die Darmbewegungen gestört oder sogar vollkommen eingestellt.

2. Ursachen für einen Darmverschluss beim Baby

Kind wird auf Liege untersucht

Vielfältige Ursachen für einen Darmverschluss beim Kind.

Die Ursachen für einen Darmverschluss sind vielfältig: Stuhlsteine, Tumore, Polypen, verschluckte Fremdkörper oder Viren können für die Erkrankung verantwortlich sein. Bei Neugeborenen kann es allerdings auch direkt im Anschluss an die Geburt zu einem Darmverschluss kommen. Das passiert, weil einige Babys Probleme haben, die Masse aus Galle, Fruchtwasser und verschluckten Hautzellen, die sich vor der Geburt im Darm des Babys ansammelt, auszuscheiden. Durch das starke Wachstum in den ersten Monaten und Jahren, kommt es bei Kleinkindern häufig zu einem mechanischen Darmverschluss. Dabei stülpt sich der Dünndarm ein und blockiert die Darmbewegung des Dickdarms. Auch eine Verdrehung des Darms bei Kleinkindern ist eine häufige Ursache für einen Darmverschluss. Bei einem Volvulus wird ein Teil des Darms abgeschnürt und der Weitertransport des Darminhalts wird behindert.

3. Symptome eines Darmverschlusses – Kolikartige Bauchschmerzen

Arzt untersucht den Bauch eines Kindes

Kolikartige Bauchschmerzen sind erste Anzeichen für einen Darmverschluss.

Ein Darmverschluss ist nicht vorherzusehen, sondern er tritt plötzlich auf. Kinder klagen über starke, heftige und wellenartige Bauschmerzen und ziehen dabei die Beine an. Magenkrämpfe, die sich mit Entspannungsphasen abwechseln, sind typische Anzeichen für einen Darmverschluss.  Im Verlauf nehmen die Schmerzattacken meist zu. Der Bauch des Kindes ist hart und aufgebläht, es kann sein, dass sich das Kind erbricht, der Stuhl ist schleimig und blutig. Weitere allgemeine Symptome sind Blässe, kalter Schweiß und Appetitlosigkeit. Es kann auch trotz Stuhlgang zu einem Darmverschluss kommen. In einem frühen Stadium ist der Stuhl noch wässrig und schleimig. So kann er noch an der Blockade vorbeirutschen. Kommt es zu einem kompletten Darmverschluss, kann der Kot nicht mehr über den Darm entweichen. Dann kann es passieren, dass das Baby seinen Kot erbricht, da dieser über den normalen Weg nicht mehr entweichen kann.

4. Darmverschluss beim Kind: Rasche Behandlung, um Komplikationen zu vermeiden

Operationsteam

Komplikationen beim Darmverschluss machen eine Operation unvermeidbar.

Wichtig ist es bei den ersten Symptomen eines Darmverschlusses, einen einen Arzt aufsuchen. Je schneller eine Diagnose gestellt wird und eine Behandlung eingeleitet werden kann, umso besser sind die Aussichten auf eine schnelle Besserung. Zudem ist eine rasche Behandlung wichtig, um Komplikationen zu vermeiden. Führt die Blockade zu Verletzungen im Darm, können eventuell Darmbakterien in den Bauchraum gelangen, was die Gefahr einer Bauchfellentzündung erhöht. Um eine Diagnose stellen zu können, wird der Arzt zunächst einen Ultraschall machen, um anschließend mit der Therapie zu beginnen. Mithilfe eines speziellen Einlaufs (Kochsalzlösung) ist es möglich, den Darm wieder in seine normale Position zu bringen. Ist der Darmverschluss schon weiter fortgeschritten, ist eine Operation erforderlich. Nach der Behandlung bleiben Kinder noch so lange im Krankenhaus, bis sie wieder normale Nahrung aufnehmen können und der Darm wieder seine ursprüngliche Beweglichkeit aufgenommen hat.

5. Vorbeugende Maßnahmen: Was können Eltern tun?

Ein Darmverschluss bei Kindern lässt sich nicht immer verhindern. Dennoch können Eltern vorbeugende Maßnahmen ergreifen, in dem sie darauf achten, dass sich das Kind ausreichend bewegt, viel trinkt und in einer sicherer Umgebung aufwächst, in der Babys und Kleinkinder keine Gegenstände verschlucken können.
Eine Einstülpung des Dünndarms oder eine Darmverschlingung kann schwer vorgebeugt werden. In solchen Fällen ist es wichtig, die ersten Anzeichen für einen Darmverschluss früh und rasch zu erkennen und einen Arzt aufzusuchen.

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