Geistige Behinderungen – Symptome, Ursachen, Hilfen

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  • Geistige Behinderungen bedeuten meist erhebliche Einschränkungen der kognitiven, also geistigen Fähigkeiten.
  • Geistige Behinderungen schränken auch die Fähigkeit ein, Neues zu erlernen und anzuwenden.
  • Die Ursachen dafür können im Bereich der Zellteilung beim Fötus liegen.

Viele werdende Eltern fürchten die Diagnose bei ihrem Kind. Wenn dann aber erst einmal feststeht, dass geistige Behinderungen vorliegen, brauchen Mutter und Vater Informationen. Lesen Sie weiter, wenn Sie wissen wollen, was genau geistige Behinderungen beim Baby sind und wie man sie fachlich einteilt. Sie äußern sich durch typische Symptome der Kinder und auch schon beim Baby. Sie haben bestimmte Ursachen. Wenn Kinder eine geistige Behinderung haben, kann man mit bestimmten Hilfen und Interventionen für ein möglichst selbstständiges Leben sorgen. Das Kind zu fördern, ist hier besonders wichtig.

1. Kinder und geistige Behinderungen – Definition

geistige behinderungen neugier fördern

Geistige Behinderungen bremsen häufig nicht die kindliche Neugier.

Geistige Behinderungen haben Kinder bei einer schwer eingeschränkten Fähigkeit, bekannte oder auch neue Informationen aufzunehmen, kognitiv zu verarbeiten und anzuwenden. Auch das Lernen und Anwenden von neuen Fertigkeiten ist dann massiv vermindert. Geistige Behinderungen beim Baby führen zu einer reduzierten Intelligenz. Daher ist es für ein solches Baby, nicht immer möglich, später selbstständig zu leben.

Geistige Behinderungen fangen oft schon vor der Geburt, also während der Schwangerschaft an.

Autismus wird manchmal auch unter dem Bereich geistige Behinderungen gefasst. Denn hierbei sind die sozialen Fähigkeiten eingeschränkt. Psychische Krankheiten werden teilweise auch dazu gezählt, was aber manche Fachleute anders sehen.

Insgesamt liegen die Bereiche psychische und geistige Behinderungen nah beieinander. Man kann sie nicht immer völlig trennen.

2. Geistige Behinderungen: Die Symptome vom Baby und älterer Kinder

Oft ist es möglich, beim Baby oder kleinen Kind schon die geistige Behinderung zu erkennen. Das Baby oder die Kinder zeigen dies mit folgenden Anzeichen:

  • geistige behinderungen verhaltensstoerung

    Manchmal kommen zu einer geistigen Behinderung Verhaltensauffälligkeiten hinzu.

    Die Fähigkeit, Neues zu Lernen ist stark eingeschränkt. Alle Prozesse des Lernens sind langsamer und vermindert.

  • Die Entwicklung des Kindes ist stark verlangsamt. Dies gilt für alle Fähigkeiten und Fertigkeiten, die das Kind lernen muss.
  • Auch die Wahrnehmung der Umgebung und die Entwicklung der Sprache und des Sprechens sind verzögert. Geistig behinderte Kinder fangen meist später als andere Kinder mit dem Sprechen an. Bedeutungen von Wörtern und Grammatik begreifen sie nur langsam.
  • Geistige Behinderungen führen zu einer Einschränkung des Intellekts, sodass nicht selten auch ein auffälliges Verhalten auftritt. Dies kann sich z. B. äußern in ADHS / ADS, Zwangsstörungen und Tics.

Sie sind mit Ihrem Baby durch geistige Behinderungen überfordert und brauchen Hilfe und Erholung? Dann erkundigen Sie sich doch nach einer Mutter Kind Kur. Vor allem das Müttergenesungswerk hat sich hier einen Namen gemacht. Schauen Sie auch nach geeigneten Einrichtungen.

3. Die Ursachen für geistige Behinderungen

Warum manche Eltern ein geistig behindertes Kind bekommen, können Mediziner erklären. Es hängt von den verschiedenen Ursachen ab:

  • Meist haben geistige Behinderungen Ursachen, die in einer Störung der Zellteilung beim ungeborenen Kind liegen. So ist es z. B. auch beim Down-Syndrom. Ebenfalls häufig sind Infektionskrankheiten der werdenden Mutter oder Schadstoffe in der Schwangerschaft als Ursachen. Zu diesen zählen Alkohol und bestimmte Arzneimittel.
  • Möglich sind auch vererbte Störungen des Stoffwechsels oder Schäden, die bei der Geburt entstanden sind. Kinder können Infektionen bekommen, die geistige Behinderungen nach sich ziehen. Selten ist eine stark ausgeprägte Unterversorgung in den ersten Lebensjahren ursächlich.

4. Die fachliche Klassifikation geistiger Behinderungen

Geistige Behinderungen werden fachlich nach ihrem Schweregrad klassifiziert:

Bezeichnung Anzeichen, Merkmale
Leichte geistige Behinderung
(früher: Debilität)
IQ: 50-69; Intelligenzalter als Erwachsene: 9-12 Jahre; meist können die Betroffenen arbeiten und eigenständig soziale Kontakte unterhalten
Mittelgradige geistige Behinderung
(früher: Imbezillität)
IQ: 35-49; Intelligenzalter als Erwachsene: 6-9 Jahre; Erforderlich: situative Unterstützung im Alltag und bei der Arbeit; teilweise Unabhängigkeit ist aber möglich; Kommunikationsfähigkeit ist ausreichend
Schwere geistige Behinderung IQ: 20-34; Intelligenzalter als Erwachsene: 3-6 Jahre; Lesen und Schreiben nicht möglich; permanente Unterstützung nötig
Schwerste geistige Behinderung
(früher: Idiotie)
IQ: <20; Intelligenzalter als Erwachsene: <3 Jahre; extrem viel Unterstützung nötig

5. Das Kind richtig fördern

Es ist nach heutigem Stand der Medizin nicht möglich, eine geistige Behinderung zu heilen oder zu verhindern.

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Eine Förderschule kann die richtige Wahl für ein geistig behindertes Kind sein.

Eltern von betroffenen Kindern sollten aber wissen, dass eine frühe und möglichst intensive Förderung ihres Kindes zu guten Ergebnissen führen kann.

Auch geistig behinderte Kinder können – soweit möglich – mit der richtigen Anleitung Fertigkeiten und Fähigkeiten lernen, um ein soziales Leben zu führen.

Sorgen Sie für die erforderlichen ärztlichen Behandlungen. Aber auch ein möglichst früher Kontakt zu entsprechenden Fördereinrichtungen ist wichtig. Für das Alter der Vorschulzeit und der Schulzeit gibt es integrative Programme, damit behinderte Kinder und Kinder ohne eine geistige Behinderung zusammen lernen können.

Manchmal ist eine Einrichtung speziell für behinderte Kinder aber besser geeignet. Schulen für Kinder mit einer geistigen Behinderung arbeiten meist mit einem Ganztagskonzept. Sie sind so ausgerichtet, dass sie den Bedürfnissen der Kinder gerecht werden.

Für welche Einrichtung Sie sich schließlich entscheiden, hängt von den Wünschen und Fähigkeiten des Kindes ab und kann nur zusammen mit Fachleuten entschieden werden.

Leben mit einem behinderten Kind ist nicht immer einfach. Informieren Sie sich bitte rechtzeitig über mögliche Unterstützungen, z. B. bei der Lebenshilfe.

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