Schwanger oder nicht schwanger? Erste Anzeichen für eine Schwangerschaft

frau mit schwangerschaftstest
  • Frühe Anzeichen für eine Schwangerschaft sind bereits ab der Befruchtung möglich. Sie gelten jedoch als unsicher.
  • Als sicheres Anzeichen gilt das Ausbleiben der Periode. Auch andere hormonelle Veränderungen sind jetzt nachweisbar.
  • Jeder weibliche Körper reagiert unterschiedlich stark auf die Schwangerschaftshormone. Auch ohne Ziehen im Bauch kann man jedoch schwanger sein.

Versucht man schwanger zu werden, achtet man besonders sensibel auf jedes mögliche erste Anzeichen für eine Schwangerschaft.

Ist ein Ziehen im Unterleib vielleicht bereits ein Zeichen der Einnistung? Oder sind die Rückenschmerzen ein Indiz für die ersten Veränderungen im Körper?

Die Erfahrungen von Frauen können dabei sehr verschieden sein. Fest steht jedoch: Erst der positive Schwangerschaftstest und die erste Untersuchung beim Frauenarzt geben tatsächlich Aufschluss über eine sichere Schwangerschaft. Bei uns lesen Sie, wann Sie Ihren Frauenarzt aufsuchen sollten.

1. Unsichere Zeichen vor dem Ausbleiben der Periode

ziehen im bauch

Wer schwanger werden will, achtet auch auf kleinste Zeichen des eigenen Körpers.

Vor dem Ausbleiben der Periode spricht man von unsicheren Zeichen. Ob das nun nach einer Woche oder auch nach zwei Wochen nach dem Eisprung ist  wirklich eindeutig sind sie noch nicht.

Anzeichen können dabei sein:

  • Rückenschmerzen
  • Unterleibsschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Erkältung
  • Ausfluss
  • Bauchschmerz
  • Durchfall

Zudem gibt es noch ganz individuelle Reaktionen von Frauen auf den Beginn einer Schwangerschaft. Das können zum Beispiel Sodbrennen, Blähungen oder auch Rückenschmerzen sein, die gewöhnlich erst deutlich später in einer Schwangerschaft auftreten.

Achtung: All diese Anzeichen können auch andere Ursachen haben. Zum Beispiel sind sie auch klassische Symptome des Prämenstruellen Syndroms (PMS). Sollte man länger unter ihnen leiden, lohnt sich der Besuch bei einem Arzt. So kann man abklären, was die Symptome bedeuten.

1.2. Entspannen Sie sich auch bei den ersten Anzeichen

Gerade wenn man sich länger eine Schwangerschaft wünscht, achtet man sehr genau auf alle möglichen Signale. Weder Kopfschmerzen, noch seltsamer Schleim oder mehr Pickel sind jedoch sichere Zeichen für eine frühe Schwangerschaft, vor allem vor der ausbleibenden Regel.

Denn im 1 Monat einer Schwangerschaft geschehen die meisten Dinge noch sehr im Verborgenen. Die Schwangerschaft muss sich hier erst noch stabilisieren und zeigt dann deutliche Signale.

Bei einem ausgeprägten Schwangerschaftswunsch sollten Sie sich jedoch nicht verrückt machen. Es gibt in den ersten Wochen bis zum Ausbleiben der Periode keine Gewissheit. Versuchen Sie zu entspannen und sich positiv abzulenken.

2. Erste hormonelle Veränderungen stellen sich ein

Im weiblichen Körper kommen im Verlauf einer Schwangerschaft viele unterschiedliche Hormone zum Einsatz. Zu Beginn einer Schwangerschaft verändert sich der Hormonhaushalt der werdenden Mutter jedoch ebenfalls.

Sobald die Befruchtung erfolgreich geglückt ist, beginnen die Hormone auf die Mutter zu wirken. Je nachdem wie empfindsam die Frau ist, kann das gerade in den ersten Wochen und Monaten für Chaos sorgen.

Es gibt dabei übrigens keine speziellen Hormone im weiblichen Körper, die Hinweise für das Geschlecht des Babys geben. Weder für einen Jungen noch für ein Mädchen gibt es so sichere äußere Hinweise.

Wichtige Hormone

Die entscheidenen Hormone in einer Schwangerschaft sind einerseits die sogenannten plazentaren Hormone, wie HCG, HPL, Östrogene und Progestoron. Andererseits sind auch die mütterlichen Hormone, wie Prolaktin, FSH, LH, Oxytocin, Vasopressin, Schilddrüsenhormone, Kortison, Cortisol, Aldosteron und Parathormon für die intakte Schwangerschaft wichtig.
Diese Hormone wirken auf die Geschlechtsorgane, den Stoffwechsel, die Haut, das Herz-Kreislauf-System, die Ausscheidungsorgane, das Verdauungssystem und den Mundraum.

2.2. Ausbleiben der Periode gilt das sicheres, körperliches Zeichen

Sobald die Periode ausbleibt, zeigt der Körper deutlich, dass sich etwas verändert hat. Bei einigen Frauen kann es sich dabei jedoch auch nur um Schwankungen handeln. Erst ein positiver Schwangerschaftstest zeigt dabei eindeutig, dass eine Schwangerschaft besteht.

Sollte die Frau trotz Pille glauben schwanger zu sein, empfiehlt sich direkt der Gang zum Arzt. Denn obwohl die Pille einen Pearl-Index von 0,1 bis 0,9 hat, kann sie in einzelnen Fällen versagen. Nimmt man sie zu Beginn der Schwangerschaft weiter ein, kann durchaus eine Art Periode kommen.

2.2.1.Der HCG-Wert ist für den positiven Schwangerschaftstest verantwortlich

Der Schwangerschaftstest testet dabei üblicherweise den HCG-Wert. Im normalen weiblichen Zyklus ist HCG für die Reifung der Eizellen und den Eisprung zuständig. Sobald sich die befruchtete Eizelle einnistet, entsteht eine Keimblase. Aus der Keimblase wird später das Kind und die Plazenta.

positive schwangerschaftstest und kalender

Bereits wenige Tage nach der Befruchtung, lässt sich eine Schwangerschaft nachweisen.

Ein Teil der Keimblase stellt HCG her. Das HCG gibt damit die Information an den mütterlichen Körper: Hey, du bist schwanger. Es bewirkt durch die Bildung von Progesteron, dass die Gebärmutterschleimhaut stabilisiert wird. Erst ab der 16. SSW bildet die Plazenta ausreichend Progesteron. Ab diesem Zeitpunkt sinkt der HCG-Wert wieder.

Acht Tage nach der Befruchtung lässt sich HCG bereits im Blut beim Frauenarzt nachweisen. Die sogenannten Frühtests reagieren zehn Tage nach der Empfängnis auf den entsprechenden HCG-Wert im Urin der Frau.

Achtung: Eine Schwangerschaft sollte auch nach einem positiven Schwangerschaftstest zusätzlich vom Frauenarzt festgestellt werden. Ein erhöhter HCG-Wert kann vereinzelt auch andere Ursachen haben.

2.2.2. Stimmungsschwankungen sind in den ersten Wochen ganz normal

frau beim frauenarzt mit ultraschallbild

Erst ein Besuch beim Frauenarzt gibt echten Aufschluss über eine bestehende Schwangerschaft.

Gerade einige empfindliche Frauen leiden gerade zu Beginn der Schwangerschaft unter Gefühlsschwankungen. Schließlich wirken Hormone in unserem Körper stets auch auf unsere Gefühlswelt.

Die Auswirkungen können dabei ganz verschieden sein. Während einige Frauen schnell weinen, werden andere deutlich schneller wütend. Bei den meisten Frauen nimmt das Gefühlschaos im zweiten Schwangerschaftsdrittel wieder ab. Hier stabilisieren sich die Hormone und auch die Gefühle werden wieder ausgeglichener.

Tipp: Gerade durch und nach ISCI und nach IVF empfiehlt sich stets die Kontrolle beim Frauenarzt. Schließlich sind bei diesen Behandlungen die Hormone stets etwas durcheinander und die Signale des Körpers nicht mehr eindeutig.

 

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