Sonnenbrand: Wie gefährlich ist er für Kinder?

Kind mit Sonnenbrand im Gesicht
  • Jeder Sonnenbrand erhöht für Kinder unter zwölf Jahren das Hautkrebsrisiko im Erwachsenenalter.
  • Die Sonnenstrahlen sind je nach Jahreszeit unterschiedlich stark. Besonders gefährlich und intensiv sind die Strahlen im Frühling und im Sommer.
  • Einige Hausmittel können die schmerzhaften Verbrennungen eines Sonnenbrands lindern.

Auch wenn Eltern im Regelfall auf einen ausreichenden Sonnenschutz ihrer Kinder achten, kann es schnell geschehen, dass ihr Nachwuchs sich beim Spielen in der Sonne einen Sonnenbrand holt. Auch ein Sonnenbrand beim Baby ist alles andere als selten, da ihre Haut enorm empfindlich ist und damit leichter in der Sonne verbrennt.

Wir haben für Sie in diesem Ratgeber zusammengefasst, was Sie tun können, wenn Ihr Kind einen Sonnenbrand erlitten hat. Des Weiteren erörtern wir die Gefahren, die mit einem Sonnenbrand bei Kindern einhergehen. Lesen Sie, welche Hausmittel die Beschwerden Ihres Nachwuchses lindern und welche Maßnahmen Sie präventiv ergreifen können.

1. Mit jedem Sonnenbrand erhöht sich das Risiko für Hautkrebs

Bei einem Sonnenbrand handelt es sich um eine Verbrennung der Haut durch Sonneneinstrahlung. Eine Verbrennung durch UV-Strahlen kann, wie eine Verbrennung in Folge von Feuer, durchaus gefährlich sein. Je nach Intensität der Verbrennung muss die Haut des Kindes entsprechend behandelt werden. Leidet Ihr Baby unter einem Sonnenbrand, sollte zur Sicherheit ein Arzt zurate gezogen werden.

Funktion von Sonnencreme: Sonnencreme schützt die Haut mit einem physikalischen (mineralischen) oder chemischen Filter. Beim physikalischen Sonnenschutz reflektieren mineralische Partikel die UV Strahlen auf der Haut sowie im Gesicht und lassen sie somit abprallen. Der chemische Sonnenschutzfilter absorbiert dagegen die Strahlen und gibt sie in Form von Wärme wieder ab.

In der Regel verläuft ein Sonnenbrand bei Ihrem Baby bzw. Kind harmlos, allerdings gilt er als einer der Hauptauslöser für die Bildung von schwarzem Hautkrebs. Mit jedem Sonnenbrand, den Kinder erleiden, erhöht sich das Risiko deutlich, später an Hautkrebs zu erkranken.

Verbrennung ersten Grades Verbrennung zweiten Grades
  • Rötung der Haut
  • Schwellung
  • Spannungsgefühl
  • Verbrennung der oberen Epidermis
  • Keine Narbenbildung
  • Schädigung von Oberhaut und Lederhaut
  • Oberflächliche Verbrennung oder tiefe Verbrennung
  • Rötung und Blasenbildung, feuchte Oberfläche
  • Narbenbildung bei tiefer Verbrennung

2. Ein geschwollenes Gesicht gibt Hinweis auf einen Sonnenbrand

Besonders gefährlich kann ein Sonnenbrand für ein Baby werden, da seine Haut aufgrund des jungen Alters extrem empfindlich ist. Eltern können den Sonnenbrand an der starken Rötung der Haut erkennen, die oft bald nach dem Aufenthalt in der Sonne auftritt. Ist lediglich die Wange des Kindes stark gerötet oder das Gesicht geschwollen, kann dies ein Hinweis für einen Sonnenbrand sein Zudem sollten Eltern auf Brandbläschen achten.

Vergleichen Sie bei Unsicherheit Bilder von Sonnenbränden mit dem Ihres Kindes, da Sonnenbrände nicht nur in unterschiedlichen Ausprägungen, sondern auch in Verbindung mit anderen Leiden wie einem Sonnenstich oder sogar Hitzschlag auftreten können. Kinder mit einem Sonnenstich leiden oft unter Fieber, Übelkeit und fühlen sich schwach.

Wann sollten Sie mit Ihrem Kind zum Arzt gehen?

  • Brandbläschen auf der Haut
  • Ein Säugling oder Kleinkind ist betroffen
  • Verdacht auf einen Hitzschlag oder Sonnenstich

Die gefährlichen UV-Strahlen dringen auch durch Fenster hindurch. Lassen Sie daher Ihr Kind nicht ohne Sonnenschutz in der prallen Sonne im Auto warten.

2.1. Eincremen ist vor jedem Sonnenbad wichtig

Kind wird eingecremt

Bei einem längeren Aufenthalt in der Sonne muss der Sonnenschutz regelmäßig nachgetragen werden.

Auch wenn Ihr Kind lautstark gegen das Eincremen rebelliert, tragen Sie ihm vor dem Aufenthalt in der Sonne einen Sonnenschutz auf und ziehen Sie ihm entsprechende Kleidung an. Kleinere Kinder sollten immer eine Kopfbedeckung tragen und die Schultern bedeckt haben. Im Handel finden Sie ergänzend spezielle UV-Shirts und UV-Shorts für Kinder.

Unterschätzen Sie die Intensität von Sonnenstrahlen nicht, denn trotz Schatten können Kinder einen Sonnenbrand bekommen, da die UV Strahlen von der Umgebung reflektiert und auf die Haut zurückgeworfen werden. Auch bei windigem Wetter und Kühle verbrennt die Haut in der Sonne ohne Sonnenschutz schnell.

Tipp: Die Strahlungsintensität von UV-Strahlen ist im Frühling ebenso hoch wie im Hochsommer.

3. Lotionen für Erwachsene eignen sich nicht für Babys

Hat Ihr Baby einen Sonnenbrand, muss die Haut des Kindes schnellstmöglich beruhigt und mit Feuchtigkeit versorgt werden. Kinder, die unter 2 Jahre alt sind, sollten in erste Linie mit kühlen Umschlägen versorgt werden. Beachten Sie, dass die geläufigen Lotionen für Erwachsene nicht für ein 4 Monate altes Kind geeignet sind.

Die sensible Haut des Säuglings sollte stattdessen mit Umschlägen aus Kamillentee gekühlt werden. Zudem eignet sich Muttermilch als natürliche Erste-Hilfe-Maßnahme. Auch mit Cremes aus Ringelblumenextrakt oder Despanthenol können Eltern die Symptome behandeln. Bei der Verwendung der Produkte sollten Sie immer darauf achten, dass sie auch für Kinder, die jünger als 8 Monate alt sind, geeignet sind.

Achtung: Verwenden Sie keinesfalls Babyöl und Babypuder zur Behandlung eines Sonnenbrands, da Sie damit die Infektionsgefahr erhöhen. Brandbläschen sollten auf keinen Fall geöffnet werden.

4. Joghurtkompressen kühlen und wirken entzündungshemmend

Haut pellt sich nach Sonnenbrand

Wenn der Sonnenbrand verheilt , pellt sich die beschädigte Haut ab.

Nicht nur Cremes, sondern auch Hausmittel können Ihrem Sprössling Linderung bei einem Sonnenbrand verschaffen. Quark- und Joghurtkompressen oder kalte Grünteewickel eignen sich aufgrund ihrer beruhigenden Wirkung auf die Haut ebenso. Quark ist dabei besonders hervorzuheben, weil er neben seiner kühlenden Eigenschaft auch eine entzündungshemmende Wirkung hat.

Weitere hilfreiche Hausmittel bei einem Sonnenbrand finden Sie in verschiedenen Sammlungen im Internet.

5. Was hilft Ihrem Baby alternativ zu klassischer Schulmedizin?

Neben Hausmitteln können homöopathische Mittel wie Globuli bei einem Sonnenbrand eingesetzt werden. Vor allem Pulsatilla soll den Schmerz effektiv lindern. Konsultieren Sie allerdings vor der Behandlung Ihres Babys (insbesondere unter 6 Monate) einen ausgebildeten Facharzt, denn nur ein Facharzt kann die geeignete Menge an Globuli für Ihr Kind festlegen.

Vor- und Nachteile von Homöopathie bei Kindern

  • Pflanzliche Alternative zur Schulmedizin
  • Schonender als synthetische Medikamente
  • Leichte Verabreichung in Form von Globuli
  • Schonung bzw. Aufbau des Immunsystems
  • Kosten tragen Eltern
  • Evt. Verzicht auf notwendige Medikamente, um die Wirkung zu fördern
  • Nur Ergänzung zu traditioneller Behandlung von schweren Krankheiten
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