Sparen für das Kind: Praktische Tipps und wichtige Infos

Gläser mit Geld
  • Sparen für das Kind ist immer sinnvoll, auch wenn es sich monatlich nur um eine kleine Summe handelt. Im Laufe der Jahre summiert sich nämlich auch dies meist auf einen vierstelligen Betrag, von dem bereits der Führerschein bezahlt werden kann.
  • Ob Bausparplan oder Tagesgeldkonto: Jede Sparform für das Kind sollte gut angeschaut werden. Vor- und Nachteile hat nämlich jedes Modell. Besonders flexibel ist man jedoch mit einem Tagesgeldkonto.
  • Sparen müssen übrigens nicht immer nur die Eltern! Auch die Großeltern oder beispielsweise Paten können langfristig Geld für das Kind zur Seite legen – so kann sich das Kind mit dem Erreichen der Volljährigkeit seine Wünsche und Träume garantiert erfüllen!

Sparen für das Kind ist sinnvoll und je früher man beginnt, desto einfacher ist es möglich, über den langen Zeitraum eine beachtliche Summe für den Führerschein oder auch das Studium zurücklegen zu können. Dennoch gibt es einiges zu beachten, denn beim Sparen für das Kind kann der gut gemeinte Plan schnell mal schief gehen und am Ende nicht den gewünschten Erfolg bringen.

In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen, warum das Sparen für das Kind sinnvoll ist, welche Sparmöglichkeiten es gibt und worauf Sie besonders gut achten sollten!

1. Sparen für das Kind ist aus vielen Gründen sinnvoll – und kann Wünsche erfüllen

Früh anfangen lohnt sich!

Je früher das Sparen beginnt, desto mehr steht dem Kind mit dem 18. Lebensjahr zur Verfügung – und desto mehr Wünsche kann sich das Kind dann erfüllen!

Egal ob man als Eltern für die Kinder sparen möchte oder die Großeltern sich eine Möglichkeit wünschen, regelmäßig etwas für das Baby bzw. das Enkelkind tun zu können: Sparen für Kinder ist aus vielen Gründen sinnvoll.

Mit dem angesparten Geld lassen sich dann, in der Regel, wenn das Kind volljährig ist, zum Beispiel die folgenden Wünsche erfüllen/ermöglichen:

  • der Führerschein
  • das erste eigene Auto
  • die erste Wohnungseinrichtung
  • ein Auslandssemester während des Studiums
  • eine kleine Reise rund um die Welt nach der Schule
  • der finanzielle Zuschuss während Studium oder Ausbildung

Daher ist es gar nicht so unsinnig, wenn sowohl die Eltern, als auch zusätzlich die Großeltern oder auch Paten das Sparen für Kinder anfangen. Je mehr Geld das Kind mit 18 Jahren hat, desto flexibler ist es in seiner Lebensplanung!

2. Das Tagesgeldkonto ist die flexibelste Variante, um für Kinder sparen zu können

Fahrschüler mit Fahrschullehrer im Auto

Erst Führerschein oder erst die Welt entdecken? Ein Tagesgeldkonto bietet Flexibilität!

Geld sparen für Kinder mit einem Tagesgeldkonto wie es von der Commerzbank, Sparkasse oder Postbank angeboten wird: So sind nicht nur Sie beim Sparen flexibel, sondern später auch ihr Kind. Für Kinder sparen bedeutet nämlich, an später zu denken. Die Zinsen auf einem Tagesgeldkonto sind aktuell immer noch die mit die besten und passen die Konditionen irgendwann gar nicht mehr, so können Sie problemlos das angesparte Geld auf ein anderes Tagesgeldkonto mit besseren Zinsen umziehen lassen.

Tipp: Lassen Sie sich Tipps von Freunden oder Bekannten geben, wenn diese bereits mit bestimmten Anlageformen gute Erfahrungen gemacht haben. Zudem lohnt sich auch immer ein unabhängiger Test bzw. Vergleich der einzelnen Angebote. So können Sie die für Ihre Ansprüche besten Konditionen herausfiltern!

Zusätzlich profitieren später auch die Kinder von der Flexibilität des Tagesgeldkontos. Durch die tägliche Verfügbarkeit lassen sich auch spontane Wünsche erfüllen. Dies ist bei einem Vertrag wie beispielsweise einem Festgeldkonto mit einer bestimmten Laufzeit nicht ohne (finanzielle) Nachteile möglich.

Vor- und Nachteile vom Tagesgeldkonto fürs Sparen für das Kind

  • Ändert sich der Zinssatz rapide, kann schnell zu einem besseren Angebot gewechselt werden.
  • Tägliche Verfügbarkeit, so dass die Kinder auch spontane Pläne in die Tat umsetzen können.
  • In der Regel meist mit der beste Zinssatz auf dem Markt im Vergleich zu Sparbüchern oder Girokonten.
  • Durch die tägliche Verfügbarkeit geraten die “Sparer” schnell selbst mal in Versuchung, bei finanziellen Problemen auf das Sparkonto der Kinder zuzugreifen.
  • Mit 18 sind die Träume und Wünsche noch groß. Die tägliche Verfügbarkeit kann daher auch mal schnell zu unüberlegten Geldausgaben führen.

3. Sparen für das Kind ist auch mit Bauspartvertrag oder Fondsparplan möglich – jedoch nicht immer sinnvoll

Kind mit Traumhaus

Möchte das Kind mal irgendwann selbst bauen? Eine schwierige Frage!

Wer ans Sparen für die Kinder denkt, denkt oft schon an einen Bausparvertrag. In der Theorie nicht verkehrt, lohnt sich der Abschluss vom Bausparvertrag für Kinder in der Praxis jedoch nicht. Die Zinsen sind verhältnismäßig gering, es fallen oft hohe Gebühren zum Schluss an und effektiv bringt der gute, gesicherte Zinssatz nur dann etwas, wenn die Kinder wirklich später mal bauen möchten. Doch wer weiß das schon?

Fondsparen hingegen kann schon sinnvoller sein. Es gibt Junior-Depots und die langfristige Geldanlage ist nicht nur praktisch, sondern beinhaltet auch deutlich weniger Risiken als beispielsweise Aktien. Ein weiterer Vorteil vom Fondssparen für Kinder ist, dass diese meist mit sehr geringen Gebühren behaftet sind. Einige Kinder-Verträge sind sogar komplett kostenfrei.

Die Unterschiede zwischen Fonddsparen und Bausparplan im Überblick:

Fondssparen Bausparvertrag
Sparpläne mit niedrigen Gebühren oder oft auch kostenloser Nutzung in den ersten Jahren sind besonders lukrativ. Bringen nur wenig Gewinn und kosten zudem am Schluss meist auch noch hohe Gebühren.
Ist besonders flexibel. Stilllegung oder auch Auflösung ist jederzeit möglich. Die Sicherung von guten Zinsen für das Bauen lohnt sich nur, wenn das Kind dies später auch nutzt – doch wer kann schon so weit in die Ferne blicken?
Ohne Vorkenntnisse sollte man sich unbedingt von einem unabhängigen Makler beraten lassen – nur so können Verluste vermieden werden. Sind mit einer Mindestlaufzeit von einigen Jahren versehen. Flexibilität ist da nicht möglich – oder nur mit sehr hohen Ablösegebühren.

4. Wichtige Fragen und Antworten

4.1. Ich möchte für mein Kind sparen, habe aber nur ein sehr geringes Einkommen. Was kann ich tun?

Frau mit Babyschnuller und taschenrechner

Selbst kleine Summen jeden Monat rechnen sich im Laufe der Jahre!

Nicht immer ist es Eltern oder Großeltern möglich, jeden Monat viel Geld für die Kinder auf die Seite legen zu können. Ist nur ein geringes monatliches Einkommen vorhanden, reichen schon 10 Euro im Monat aus, um nach 18 Jahren 2160 Euro zu haben (ohne Zinsen) – für den Führerschein in der Regel vollkommen ausreichend. Selbst wenn es nur 5 Euro im Monat sind, ist dies besser als nichts. Denken Sie immer daran, dass es sich in der Regel um eine Laufzeit von 18 Jahren handelt – selbst bei sehr kleinen Summen kommt am Ende schon ordentlich was zusammen und erleichtert dem Kind die Erfüllung von kleinen Wünschen.

4.2. Ist eine Ausbildungsversicherung als Sparmöglichkeit sinnvoll für mein Kind?

Von einer Ausbildungsversicherung ist abzuraten. Diese Verträge sind vom Prinzip her ähnlich einer Lebensversicherung, haben eine sehr lange Laufzeit (oft über 20 Jahre) und meist bringen diese Verträge kaum eine Rendite. Wer sich ein wenig die Flexibilität erhalten und nicht am Ende noch eventuell Abschluss- oder Verwaltungsgebühren zahlen möchte, sollte von solch einer Versicherung Abstand halten.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (42 votes, average: 4,00 out of 5)
Loading...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.